Unter diesem Motto veranstaltete die Schulfamilie der Grundschule Gmund vor einigen Wochen eine Zukunftswerkstatt - ein Meilenstein für eine nachhaltige Schulentwicklung - und packte ihre Zukunft gemeinsam an.
Das kreative Kollegium der Grundschule Gmund mit seiner innovativen Rektorin Susanne Riedl holte sich mit dem Team der Umweltstation Ökologische Akademie e,V., Lenggries erfahrene externe Prozessbegleiter für eine nachhaltige Schulentwicklung ins Boot. In einem vom Bayerischen Umweltministerium geförderten Modellprojekt unterstützt die Ökologische Akademie zwei Schulen im Landkreis Miesbach und Bad Tölz-Wolfratshausen auf dem Weg, sich als Lernort für nachhaltige Entwicklung zu profilieren.
An der Zukunftswerkstatt der Grundschule Gmund beteiligten sich 34 Personen aus dem Kollegium, der Schüler- und der Elternschaft, externe Partner der Schule und 4 Personen der Ökologischen Akademie. Diese moderierten die Zukunftswerkstatt. Alle Beteiligten trafen sich für 5 gemeinsame Stunden im gemeindlichen Neureuthersaal in Gmund.
Susanne Riedl umriss in ihrer Begrüßung worum es bei der Zukunftswerkstatt „Potenziale entfalten – Zukunft gestalten. Packen wir`s gemeinsam an“ gehen sollte: „Schauen, was in unserer Schule an Angeboten und Projekten in punkto Nachhaltigkeit, Umwelt- und Klimaschutz und BNE (Bildung für nachhaltige Entwicklung) schon sehr gut läuft und wo vielleicht noch Luft nach oben ist“.
Das Schulentwicklungsteam hatte zusammen mit der ökol. Akademie bereits in einigen gemeinsamen Sitzungen vor der Zukunftswerkstatt die vielfältigen Aktivitäten der GS Gmund in den sieben Handlungsfeldern nachhaltiger Schulentwicklung zusammengetragen. Diese Bestandsaufnahme wurde allen Beteiligten im Vorfeld zur Information und zur Vorbereitung auf die Werkstattarbeit mit der Einladung zugesandt.
Betrachtet wurden:
· Unterricht & Lernangebote,
· nachhaltiges Schulmanagement,
· nachhaltige Ausstattung und Bewirtschaftung,
· schulische Sozialarbeit,
· Nachhaltigkeit des Schullebens,
· Nachhaltigkeit in der baulichen Gestaltung und im Schulgelände und
· die Öffnung nach außen durch Netzwerke und Kooperationen der Schule.
In der ersten Runde der Zukunftswerkstatt, der Wahrnehmungs- und Kritikphase, sahen die Teilnehmenden in „Unterricht
& Lernangebote“ ein besonders gut ausgeprägtes Handlungsfeld der Gmunder Grundschule. Als verbesserungsbedürftig wurde der Pausenhof angesehen, dem es besonders aus Sicht der Schülerschaft an
Grün- und Spielflächen mangelt.
Eine Gruppe stellt die Ergebnisse der Wahrnehmungsphase vor. (Foto: A. Sanow, Lenggries)
In der zweiten Runde, der Fantasiephase mit dem Motto: „Potenziale entfalten – so wünschen wir uns unsere Schule“ entstanden in vier gemischt zusammengesetzten Arbeitsgruppen Zukunftsbilder, deren Kerngedanken um die Schlagworte Offenheit, Freiheit und Partizipation kreisten.
Eine Collage mit dem Zukunftsbild der Schule entsteht (Foto: A. Sanow, Lenggries)
Aus den unterschiedlichen Ideen zur Umsetzung bildeten sich in der dritten Runde auf „einem Marktplatz der Ideen“ sechs Projektgruppen. In der abschließenden Umsetzungsphase wurden Aktionspläne mit konkreten Schritten zu folgenden Projekten entwickelt:
Ø Workshop von Kindern für Eltern zum Thema: „Wir erklären Euch den Friedensstock“
Ø Schule öffnen – Kooperationen mit Vereinen, Landwirtschaft und Handwerk
Ø Offene Schule – Lernen draußen mit Ruheecke, Wiese, grünem Pausenhof, Naschgarten und Bewegungsmöglichkeiten
Ø Kinder-Natur-Entdeckungspfad im Blyb- Gelände – Projektarbeit und Naturerlebnis
Ø Mit Tieren lernen und spielen
Ø Ausflug auf eine Selbstversorgerhütte
Marktplatz der Ideen (Foto: A. Sanow, Lenggries)
Vorstellung der Aktionspläne der Umsetzungsphase (Foto: A. Sanow, Lenggries)
In allen Projektgruppen fanden inzwischen einige „Arbeitstreffen“ statt, um die verschiedenen Pläne zu konkretisieren. Die Ökologischen Akademie erstellte eine Dokumentation über den Ablauf und die Ergebnisse der Zukunftswerkstatt, die alle Teilnehmenden im Nachgang erhielten.

